Nächste Termine "Es geht durch die Welt ein Geflüster":   
 

 
 
 
 

 

7. November 1918. Revolutionäre Nacht in München. Nach einer Großdemo führt Kurt Eisner die Menschenmenge zu den Kasernen. Die kriegsmüden Soldaten laufen sofort über. Der König samt Entourage flieht. Ohne Blutvergießen wird der Freistaat Baiern geboren. In der Folge kämpfen revolutionäre und reaktionäre Kräfte mit allen Mitteln um die Macht. Eisner wird ermordet. Zwei Räterepubliken sind nur von kurzer Dauer. Die junge Demokratie ist verletzlich und scheitert, wird niedergeschlagen durch rechtsextreme Freikorps. Es geht durch die Welt ein Geflüster entstand im Jahr 1988. Er verwebt zeitgeschichtliche Filmdokumente und Interviews. Zu Wort kommen die damals bereits hochbetagten ZeitzeugInnen; Kommunisten, Sozialisten, Anarchisten wie Centa Herker, Hugo Jakusch, Sophie Radischnigg, Emil Maier, Benno Scharmanski, Minna Dittenheber und Peter Lichtinger. Verwerfungen und Verrat innerhalb der Linken werden ebenso thematisiert wie die Kämpfe der Frauenbewegung und ihr Anteil an der Umsetzung des Frauenwahlrechts; zuvorderst das Lesbenpaar Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann.

Er stellt brisante politische Fragen:

Welche Utopien brauchen wir heute?

Was tun, wenn die Freiheit auf der Straße liegt?

In welcher Welt wollen wir leben?

 

D 1989/2019   80 Min. 


Buch, Regie & Schnitt Uli Bez

Kamera Petra Gerschner   Ton Michael Backmund

Produktion Peider A. Defilla/B.O.A. und Ulrike Bez





Die Interviews mit den Zeitzeugen sind 1988 in kollektiver Zusammenarbeit von Ulrike Bez, Petra Gerschner und Michael Backmund entstanden, um die Berichte und Erfahrungen der wenigen noch lebenden Augenzeugen zu bewahren und weiterzugeben.

Als filmische Dokumente sind die Interviews in voller Länge im Lernforum des NS-Dokumentationszentrum München zu sehen.






Hugo Jakusch singt "Es geht durch die Welt ein Geflüster"

B2 Radio: Zeitzeugen erzählen, wie die Revolution in München war